Archiv der Kategorie: Unterkunft

Randnotiz

Zwei Dinge:

  1. Es regnet in Strömen.
  2. Der Regen tropft die Wand entlang in meinem Zimmer.
  3. Ich bin begeistert.

7,4 qm

Ich bin umgezogen – selbes Guesthouse, anderes Zimmer. Von Nr. 502 in Nr. 301. Kosten: 63,500 Yen pro Monat. In der gleichen Etage sind auch Küche, Abfalleimer (mein Zimmer ist direkt neben selbigen…) und Esstisch, die zwei Waschmaschinen, ein Klo und zwei Duschen. Fast 3 qm mehr! Und die machen echt was aus. Das Zimmer habe ich vorher nochmal putzen müssen, und nun ist es ganz passabel. Habe nun zwar keinen Balkon mehr und über mir  (muss irgendwie eine “Zwischenetage” zwischen den normalen Etagen sein) scheint irgendwie ein Kabuff zu sein, indem Tauben brüten. Jedenfalls gurrt und scharrt es dort oben. Das ist natürlich bei solch dünnen Wänden ziemlich nervig, zumal ich diese dummen Vögel nicht gerade mag, aber nochmal wird nicht mehr umgezogen. Wohne ja hier für eine absehbare Zeit, von daher…

Blick aufs neue Zimmer vom Gang aus

Blick vom Gang aus

Blick nach links vom Gang aus gesehen

Extra-Abstellfläche (wobei ich gar nicht wissen will, wies hinter dem Fenster aussieht)

Rechts vom Eingang aus gesehen Kleiderstange mit Kleidung drauf

Rechts befindet sich die Kleiderstange samt Kleidung

Es regnet Geld ;)…

Echte Plastikkirschblüten am Sensoji in Taito-ku

…Naja, zumindest habe ich mein Praktikumsgehalt von 80.000 Yen sowie die Fahrkostenerstattung von 10.520 Yen bekommen. Juhuuuu! Die nächste Miete ist somit gesichert, denn, wie vielleicht einige bereits wissen, werde ich ja am Wochenende in ein größeres Zimmer hier im Guesthouse ziehen. Und größer = teurer, aber immer noch unter meinem gesetzten Limit von 70.000 Yen! Abgesehen davon bin ich schon sehr gespannt auf die hoffentlich am Wochenende in voller Blüte stehenden Kirschblüten. Meine Kamera wird dieses Naturereignis natürlich festhalten. Das wird bestimmt ein Ereignis, zumal hier in Tokyo überall irgendwelche Veranstaltungen und Kirschblüten-Feste stattfinden. Ich bin also gespannt…

Wo wohne ich eigentlich?

Da ich feststellte, dass ich außer meinem Guesthouse in Minowa von der Gegend, in der ich wohne, noch nicht ziemlich viel gesehen habe, beschloss ich heute Vormittag bei Sonnenschein einmal meine nähere Umgebung zu begutachten. Der Stadtteil Taito-ku und die Gegend um Nihonzutsumi bieten wirklich alles, was man so braucht (außer natürlich schicke Kleidungsgeschäfte und Ausgehläden): kleine Restaurants, Tante Emma Läden, Supermarkt, Post, Tempel, Schreine, Metzger, Polizei, schöne und hässliche Häuser, Waschsalon, Friseur, Arzt, Convenience Stores, Obdachlose und eine Menge an Vergnügungsschuppen, sprich Puffs. Ja, ich brauche einfach die große Straße zu überqueren, und schon bin ich im Etablissementviertel in den Seitenstraßen gelandet. Fantastisch. Ich werde diese Gegend einmal abends näher betrachten – dann lassen sich bestimmt schöne Bilder von den ganzen blinkenden Tafeln und den Clubs machen, die “Chateau Petrus”, “Club Paris” und so weiter heißen…

5 qm

Um einmal visuell zu verdeutlichen, wie “groß” knapp 5 qm sind, aber anscheinend groß genug um darin irgendwie zu nächtigen, hier ein Paar Bilder meines Zimmers. Es erstaunt mich selbst, dass ich mein Hab und Gut irgendwie einigermaßen in der Zelle deponieren konnte…

Und wo soll ich schlafen?

Ich bin nun nach meiner Übernachtung im Capsule Inn in Akihabara im Guesthouse Oakhouse in Minowa Taito-ku angekommen. Netterweise wurde ich pünktlich um zehn Uhr morgens an dem Minowa Station Exit vom Guesthouse Manager mit dem Auto abgeholt (das Monstrum an Koffer zu schleppen hatte mittlerweile Spuren hinterlassen), und mich zum ca. acht Gehminuten entfernten Domizil gebracht. Das Haus ist ganz in Ordnung, ich wohne im fünften Stock, muss zum Duschen in den ersten und hab natürlich meinen “Morgenmantel” in Deutschland liegen lassen…Ansonsten gibt es alles, was man eben so braucht: WC, Waschbecken (jeweils eins auf meinem Flur), Kochnische (nicht gerade sehr toll, aber es reicht).

Was mein Zimmer betrifft: Ich habe einen Balkon, was ich schon mal super finde! Was ich nicht habe: viel Platz. Ich wusste ja von vorn herein, dass das Zimmer klein ist (knapp fünf qm für spottbillige 58,500 Yen), aber es erstaunt dann doch wieder, WIE klein fünf qm eigentlich sind. Naja, irgendwie passt aber doch alles rein, was ich so mitgebracht habe. Den Trolly hab ich als erste Maßnahme auf den Balkon gestellt, weil sonst hätte ich tatsächlich ein Platzproblem gehabt! Zum Schlafen wird ein Futo ausgerollt, ein nach meinem Geschmack zu dünnes (kein Vergleich zu deutschen Matrazenstandards), tagsüber wieder eingerollt (man will sich ja schließlich auch mal in den Raum stellen). Alles in allem bin ich froh, mein Gepäck nicht mehr mit mir rumzuschleppen, weil mich das schon sehr geschlaucht hat. Von den anderen Mitwohnern in dem Guesthouse weiß ich so gut wie nichts, die meisten sind wohl Japaner, und ein Italiener, der ein genauso kleines Zimmer hat wie ich, aber ohne Balkon und der mich in einem kurzen Gespräch bzgl. Tokyo desillusioniert hat. Wobei ich ein paar eigene Desillusionen selbst erlebte. Davon später mehr…

Blick über Minowa

So sieht es draußen aus, wenn ich auf meinem Balkon stehe…

Übrigens: Meine Probleme mit der Internetkonnektivität meines Laptops, den ich ein paar Male gern gegen die Wand gebrettert hätte, hat sich in der Zwischenzeit gelöst, wie man an den ös und äs und üs vielleicht erkennen kann ;) ! Vom eigenen Laptop schreiben ist doch was Feines! Zum Glück gibts hier im Guesthouse Wireless Lan! Puh!

Tokyo und die Kapseln von Akihabara

Durch die Passkontrolle inklusive kostenfreiem Fotoshooting und Fingerabdruckerei ging es relativ schnell. Anschliessend stieg ich dann in einen Bus Shuttle ein, nach mehr als einer Stunde vom Narita Airport stieg ich dann an der Tokyo Station aus, manoevrierte mich mit meinem Monstrum an Koffer in die Yamanote Linie und stieg dann in Akihabara aus. Es erstaunt mich selbst, wie einwandfrei dieses Prozedere ablief. Wobei die Japaner ihren Teil dazu beigetragen haben, indem sie nicht nur Schrifzeichen, sondern auch lateinische Buchstaben an den Anzeigetafeln haben. Dann in Akihabara, dem Mekka fuer Elektronikfreaks ausgestiegen, um dann im Capsule Inn Akihabara einzuchecken. Und da behaupte mal einer, diese Kapseln seien super klein…Ok, gross sind sie wirklich nicht, aber solange man keine 200 Kilo wiegt sollte man in diese Konservenbuechse hineinpassen…Hier Impressionen meiner Kapsel…

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