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Der Tsukiji Fischmarkt

Heute bin ich mal um fünf Uhr morgens (an einem Samstag!) aufgestanden, um zum Tsukiji Fischmarkt zu fahren. Dieser Fischmarkt gilt als der größte weltweit, und wirklich, da kann ein Hamburger Fischmarkt nicht mithalten – das hat mir auch ein Japaner bestätigt, der mich unterwegs angesprochen hat und mit dem ich mich etwas unterhalten habe (er war schon mal in Deutschland, u.a. – wie soll es auch anders sein – in München im Hofbräuhaus). Er meinte, in Deutschland seien die Fischmärkte sooo klein und die Fische auch. Recht hat er! Thunfisch hatte ich bis jetzt nur klein gehackt in Dosen oder in ner Sushirolle gesehen, aber dass ein Fisch so groß sein kann, hätte ich nicht gedacht. Ebenso gab es riesige Oktopusarme, Muscheln und eben alles, was man an Nahrung aus dem Meer fischen kann. Ich konnte miterleben, wie lebende Fische zerstückelt wurden, Blut floss, Fische erstickten, weil sie auf dem Trockenen lagen, tiefgekühlte Thunfische mit der Sägemaschine zerkleinert wurden und Tintenfische ihre letzte Tinte zur Verteidigung ausstießen. Das war schon teilweise ziemlich eklig, aber der Mensch neigt ja dazu, trotz Ekel und Angst trotzdem immer irgendwie hinzuschauen und mit einer Kamera in der Hand macht man das erst recht – faszinierend war die ganze Atmosphäre auf dem Fischmarkt nämlich schon, und wer Fisch liebt, der kann davon ausgehen, dass er wirklich frisch ist! Aber bei all diesen Szenarien des Blutes, herumdüsenden Ausfuhrkarren und Fischgeruch kam mir der Gedanke in den Sinn, Vegetarier zu werden…

Ein Wiedersehen mit alten Freunden…

Heute war ich in Tsukiji und habe mich mit zwei alten Freunden getroffen, die ich bei meinem Aufenthalt in Fukuoka 2005 kennen gelernt hatte. Masa war über das Wochenende bei Koji in Tokyo, und hatte mich angemailt, ob ich nicht Lust auf Mittagessen hätte. Klar hatte ich! Wir haben uns dann am Sony Building in Ginza getroffen und haben dann anschließend Koji am Kaufhaus Mitsukoshi getroffen. Dann sind wir zusammen in ein Sushi-Restaurant in Tsukiji gegangen. Tsukiji ist vor allem für seinen Fischmarkt bekannt, der als größter weltweit gilt. Es gab diverse Fischsachen, die an einem Förderband an einem vorbeifuhren. Man konnte sich dann das nehmen, was einem so gefiel und die Teller, auf denen Sushi u.a. war stapelte dann aufeinander. Und das hat System: Die Teller hatten nämlich unterschiedliche Farben und Muster, ganz abhängig davon, was auf dem Teller war. Und danach wurde dann auch abgerechnet. Heißt: Jede Farbe und jedes Muster ein anderer Preis. Sehr effektiv. War zwar mit über 9000 Yen nicht gerade billig, aber ich musste zum Glück nur 2000 Yen zahlen! Abgesehen davon, dass alles sehr lecker war, kann ich mich jetzt mit ein Essenspremieren brüsten: Aal und Seeigel. Nur das Pferdefleisch wollte ich nicht wirklich probieren…

Danach sind wir noch kurz zu Koji nach Hause, und ich habe ein paar Fotos geschossen. Das Wetter ist heute zwar alles andere als gut, aber es war ein toller Sonntag. Hat wirklich Spaß gemacht, mal wieder alte Gesichter zu sehen!

Nebenbei erwähnt sei, dass heute noch der Tokyo Marathon war. Die  Marathon-Läufer taten mir schon etwas leid, bei dem Wetter so durch die Gegend zu joggen.

Und noch eine Kleinigkeit: Ich habe endlich ein Prepaid-Handy! Somit bin ich endlich auch mobil erreichbar und flexibler. Nur über Mail erreichbar zu sein, schränkt einen in seiner Spontaneität doch etwas ein! Es ist ein 730SC (was auch immer das nun heißen mag ;) ) von Softbank in Schwarz. Finde, es sieht ganz schick aus und das Menü wurde auch auf Englisch eingestellt, damit ich nicht nur Bahnhof verstehe :) ! War übrigens auch gar nicht so teuer. 4.830 Yen das Handy und dazu noch eine Prepaidkarte für 3000 Yen. Der einzige Nachteil ist nur, dass ich keine internationalen SMS verschicken kann. Naja, man kann eben nicht alles haben!