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Das Hippari Dako in Nikkō

In Nikkō gibt es sehr viele Restaurants, in die man nach einer (bei all dem Treppensteigen doch recht anstrengenden) Besichtigungstour einkehren kann. Ich habe mich nach meiner wie immer Dauerknipserei-Wanderung in das Hippari Dako begeben, das in meinem Lonely Planet als “a Nikkō institution among foreign travellers, Hippari Dako has filling sets of…”. Als Tourist musste ich das natürlich testen ;) ! Es liegt direkt auf der (wenn man vom Bahnhof aus kommt) linken Seite der Rte 119, relativ nah an der Shin-kyō Brücke. Als ich eintrat dachte ich erst, dass dieses sehr kleine Restaurants mit seinen einfachen Tischen und Stühlen und allerlei Schnipseln mit Grüßen, Fotos,… von Besuchern von jüngeren Besitzern betrieben werden müsste, aber nix da: Mich begrüßten zwei ältere Damen Mitte 50/60 (Alter schätzen war nie meine Sache). Für 700 Yen aß ich leckere Soba (japanische Nudeln) mit Gemüse und trank eisgekühltes Wasser (das bekommt man ja immer gratis dazu, von daher kann man getränketechnisch schon ein wenig sparen). Lecker! An der Wand habe ich mich natürlich auch verewigt. Mal schaun, ob mein geschriebener Gruß auf dem fünf Euro Schein (ja, ok, ich weiß, aber es hingen ziemlich viele Geldscheine aus allen möglichen Ländern an der Wand), falls ich dem Hippari Dako in zwanzig Jahren oder so einen Besuch abstatten werde, immer noch da hängt (wenn nicht bis dahin die Beseitzer gewechselt haben und aus dem Restaurant am Ende ein Conbini wurde!)



Nikkō

Nikkō- ein altes japanisches Sprichwort heißt: “Sag nicht schön, bevor du nicht Nikkō gesehen hast” (hab ich natürlich trotzdem vorher schon mal gemacht ;) ). Und ja, Nikkō ist auf jeden Fall sehr schön! Ich bin morgens um ca. halb Acht mit dem Zug losgefahren und kam nach ca. 2 Stunden an. Es ist schon sehr erstaunlich, wenn man auf einmal so viel schöne Natur, Bäume, Wald, eben sehr viel Grün, klare Luft und Kleinstadtatmosphäre um sich hat! Im Moment ist hier in Japan ja Regenzeit, aber das Wetter hielt sich zum Glück! Ich hatte ja befürchtet, dass an einem Sonntag (wie so oft) Unmengen an japanischen Touristen die Stadt in der Präfektur Tochigi bevölkern würden, aber es hielt sich erstaunlicherweise doch in Grenzen (oder bin ich nur einfach schon an die Toykotischen Verhältnisse gewöhnt ?!). Mit Rucksack und Turnschuhen ging es also los, Weltkulturerbe, Nicht-Weltkulturerbe und die drei Affen (Nichts Böses hören, sehen oder sagen) für Nikkō so bekannt ist anschauen und zu fotografieren. Ich muss gestehen, ich bin erst einmal an den drei in Holz geschnitzten Affen vorbei gelaufen, weil sie sich ca. in 2 Metern Höhe an einem Gebäude befinden, dank meiner Gewitztheit (“aha, vor diesem Gebäude stehen aber viele knipsende Japaner, also muss das etwas Besonders sein”) habe ich die Affen natürlich doch noch ausfindig gemacht ;) ! Da ich ja nur einen Tagesausflug gemacht habe, habe ich mich besichtigungstechnisch auch nur auf die Wichtigsten (also im Lonely Planet erwähnten) Dinge beschränkt. Wenn ich alle Details zu allen einzelnen Sehenswürdigkeiten verfassen würde, säße ich noch Stunden an diesem Post, von daher bitte ich mir meine Faulheit zu verzeihen und verweise für nähere Informationen auf  diese Seite oder diese. Nikkō an nur einem Tag zu meistern ist unmöglich, zumal die Umgebung noch zahlreiche Wanderwege zu bieten hat von verschiedener Länge, vorbei an Wasserfällen, Seen, Sehenswürdigkeiten usw. Aber auch wenn ich nur einen Tag in dieser Stadt mit ihren wunderschönen Tempeln und Schreinen verbracht habe, es hat sich definitiv gelohnt: Klare Luft, viel Grün, eine wunderschöne Natur und fantastische Sehenswürdigkeiten!