Archiv der Kategorie: Nicht Tokyo

Feiertagsausflug nach Kamakura

Juhuuuu! Frei :) ! Heute ist japanischer Feiertag (“Showa no hi” – Showa Tag; zu Ehren des Geburtstages des Eroberers Hirohito Shôwa). Jetzt hätte ich ja theoretisch ausschlafen können, aber nein – denn ich wollte raus aus Tokyo, ab nach Kamakura. Also bin ich um 9:30 Uhr in die JR Yokosuka Linie eingestiegen und für 860 Yen in knapp einer Stunde unter anderem über Yokohama nach Kamakura gefahren, um mir (natürlich auch, aber nicht nur) den berühmten Großen Buddha (daibutsu, 大仏) anzuschauen.Kamakura war von 1185 bis 1333 die Hauptstadt Japans, heute ist sie ein kleines, schmuckes, am Meer gelegenes Städtchen.

Herrlich war das, endlich mal eine kleinere Stadt wie die Megalopolis Tokyo, viel Grün, Sonnenschein, Ruhe (naja, es waren selbstverständlich neben mir noch viele andere Touristen unterwegs, von Ruhe im wörtlichen Sinn kann man also nicht sprechen ;) ), Tempel und das Meer :) ! Es gab wirklich unendlich viel zu sehen und zu entdecken, an einem Tag nicht wirklich machbar. Engaku-ji (einer der fünf Haupttempeldes Rinzai Zen in Kamakura) , Tôkei-ji (bekannt dafür, dass Frauen dort gelebt haben), Jôchi-ji (gegründet 1283, einer der fünf Zen-Tempel), Kencho-ji (gegründet 1253, der erstrangige der fünf Zen-Tempel), Ennô-ji  (bekannt für seine Sammlung von Statuen, die Höllenrichter darstellen), Tsurugaoka Hachiman-Gû (Hauptschrein von Kamakura), Hase-Dera (auch als Hase Kannon-ji bekannt, hat eine Sammlung von Jizô-Statuen, dem Heiligen dem Schutzheiligen der Reisenden und gestorbenen Kinder; Kannon ist die Göttin der Gnade und der Boddhisattva der unendlichen Barmherzigkeit. Beide zählen zu den beliebtesten budhistischen Gottheiten Japans) , um nur einige der vielen Tempel und Schreine zu nennen, die man besuchen kann und  einen Abstecher wert sind. Das Tolle daran ist, dass man die Hauptsehenswürdigkeiten alle zu Fuß erreichen kann, und man aufgrund der Ausschilderungen auch nicht unbedingt orientierungslos durch die Gegend läuft. Neben dem Anschauen der Tempel, Schreine, Gärten war es auch wunderbar, am Meer entlang zu spazieren und die Meerluft zu schnuppern und (auch wenn der Strand nicht unbedingt Bestnoten bekommen würde)…

Fazit: Kamakura ist wirklich einen Besuch wert, auch wenn ich am Ende der Tagestour furchtbar erschöpft war und Schulterschmerzen hatte (eigentlich habe ich sie immer noch). Aber es hat sich definitiv gelohnt!

Hier einmal eine klitzekleine Auswahl an Bildern ;)

Dieser Eintrag hat ausnahmsweise nichts mit Japan zu tun. Ich bin zufälligerweise auf eine Seite gestoßen, die Expats in anderen Ländern helfen soll mit Tipps über das jeweilige Land, Infos,…unter anderem auch über Deutschland. Und die bis dato laufenden Antworten auf ein Thema im Forum mit dem Titel “Germany sucks”, das 2007 verfasst wurde, ist zum Großteil erschreckend! Erschreckend deshalb, wenn man die teils stereotypen Meinungen liest. Was manche Ausländer über Deutschland und die Deutschen denken, ist hier zu lesen…

Auf der Autobahn nach Yokohama

Vom Geschäft aus war ich heute mit meinem Chef und dem Chef von meinem Chef in Yokohama. Ha, somit habe ich endlich auch mal eine andere Stadt außer Tokyo gesehen; natürlich habe ich nicht wirklich viel von der Stadt gesehen, und ich glaube auch nicht, dass die Stadt so sehenswert ist, aber das Meer zu sehen (auf der Fahrt und vom 8. Stock des Museums), das war toll – und dann noch Sonnenschein! Endlich saß ich auch mal wieder in einem deutschen Auto, nachdem ich hier Autos ja zu 99 Prozent nur von außen bewundern kann (oder auch nicht): einem BMW 530i. Ich muss schon sagen, nichts geht über deutsche Wertarbeit, was Autos anbelangt ;) !

Yokohama - Vom 8. Stock des Museums aus gesehen

Grund der Fahrt nach Yokohama war eine Pressekonferenz: Das Yokohama Museum of Art hat eine Ausstellung zusammen mit der Firma Illies über selbige organisiert. Die deutsche Firma hat heute ihren Hauptsitz in Hamburg,  ihren Ursprung aber in Japan. Sage und schreibe fünf Generationen lebten und arbeiteten dort und dementsprechend verbunden ist die Firma mit dem Land. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Firma, die 1859 in Japan gegründet wurde, wie sie wurden, was sie sind, viele Fotos, Schriftdokumente,… Schon faszinierend, wenn man bedenkt, dass es 1859 noch keine Flugzeuge gab – eine wahre logistische Leistung!