…ist Grund gewesen für die Hinterteilentblößungen mancher Männer! Das Sanja Matsuri (Fest) gehört zu einem der großen Feste in Tokyo und findet an einem Wochenende Mitte Mai (2009 vom 14. bis 17. Mai) am Asakusa-Schrein Sensoji statt. Höhepunkt ist ein Umzug von etwa 100 mikoshi (tragbaren Schreine), die durch die Straßen getragen werden. Diese werden von Frauen, Kindern (die tragen natürlich kleinere Schreine) und Männern von bestimmten Ausgangspunkten zum Sensoji getragen.
Ich hatte das Glück, dass gerade zehn Meter vom Guesthouse entfernt ein Startpunkt der Schreinträger war. Der Schrein wurde auf einem Auto an eine Straßenecke in Minowa transportiert (an der Tankstelle – nur so zur Orientierung
) und von dort aus trugen die Männer den mikoshi bis zum Sensoji in Asakusa. Ich habe gar nicht gezählt, wie viele eigentlich den Schrein trugen, aber es waren mindestens 20 Leute. Ich schaute mir das Ganze vom Straßenrand an und lief ein wenig mit der Masse mit. Man darf sich das Schreintragen aber nicht als stille Angelegenheit vorstellen. Ganz im Gegenteil: Die Schreinträger hüpften unentwegt während sie liefen auf und ab und schrien dabei immer irgendetwas motivierendes. Da ich ja nur Fotos gemacht habe, gibt es hier ein Videobeispiel, wie das Gehüpfe so aussieht. Daneben gab es u.a. noch Trommler und Flötenspieler und super viele Essensstände. Das Besondere an dem Sanja Matsuri ist auch, dass die japanische Mafia, besser bekannt als Yakuza, dort in Erscheinung tritt und die für die Mafia typischen Tätowierungen auf ihren Oberkörpern zeigt (was sonst nicht üblich ist!). Leider habe ich keinen Yakuza mit seinen Tätowierungen gesehen, aber dafür stand ich am Straßenrand in Minowa direkt neben den Bossen persönlich (oder dem Boss- sie schienen fast alle sehr wichtig zu sein). Die “niederen” Yakuza standen um ein paar Männer im Anzug herum und schirmten sie von potentiellen Personen ab, die sich einfach so dreist zwischen den Yakuza-Chefs hindurchzwängen wollten, um weitergehen zu können. Ihnen wurde wirklich Respekt gezollt, das muss man sagen. Irgendwann waren sie aber auch wieder verschwunden, umringt von ihren Angestellten.
Schade nur, dass das Wetter heute nicht so dolle war! Aber trotz bewölktem Himmel waren extrem viele Leute am Sensoji unterwegs, um sich das Spektakel anzuschauen!




































































