Archiv der Kategorie: Kamakura

Enoshima: Ab auf die Insel!

So ist das: Von einer Insel auf die andere ;) ! Bei sonnigen Temperaturen um die 30 Grad bin ich heute nach Enoshima gefahren. Nach Enoshima gelangt man mit der Enoden (eine Bahnlinie) von Kamakura aus (Fahrzeit bis Kamakura von Tokyo aus mit der JR Yokosuka Linie ca. 55 Minuten, dann in Kamakura in die Enoden umsteigen und noch ca. 25 Minuten bis Enoshima weiterfahren). Enoshima (江の島) hat einen Umfang von nur ca. 4 km und ist von Kliffen und Steinen umgeben – an den Strand habe ich mich deshalb auf der Festlandseite gelegt. Schließlich musste ich mich von meinem Inselrundgang (ja, man kann die Insel einem rundherum laufen und so interessante Schreine sehen oder sich in eines der vielen Restaurants auf dem Inselrundgang gehen) erholen – unzählig viele Treppenstufen gings auf und ab, Fotos machen,…Danach war ich ganz schön ko. Aber es hat sich gelohnt! Enoshima hat eine ziemlich entspannte Atmosphäre versprüht – nicht so hektisch wie Tokyo: Souvenirläden, gegrilltes oder frisches Meergetier zum Essen, Speedboatfahrer, Segelschiffe, Surferläden und die dazugehörigen Surfer, die unterwegs waren – das alles hatte wirklich was von Urlaub. Den Strand fand ich zwar nicht so toll, aber das störte nicht weiter. Und den Japaner kann das ja eigentlich auch egal sein: Die meisten fürchten sich ja vor der Sonne und ziehen erst mal Hut, Riesensonnenbrille, langärmliges Oberteil und Handschuhe an, um auch bloß keinen Sonnenstrahl abzubekommen…

Also: Ein Besuch von Enoshima lohnt sich definitiv, z.B. nach einer Besichtigung von Kamakura!

Feiertagsausflug nach Kamakura

Juhuuuu! Frei :) ! Heute ist japanischer Feiertag (“Showa no hi” – Showa Tag; zu Ehren des Geburtstages des Eroberers Hirohito Shôwa). Jetzt hätte ich ja theoretisch ausschlafen können, aber nein – denn ich wollte raus aus Tokyo, ab nach Kamakura. Also bin ich um 9:30 Uhr in die JR Yokosuka Linie eingestiegen und für 860 Yen in knapp einer Stunde unter anderem über Yokohama nach Kamakura gefahren, um mir (natürlich auch, aber nicht nur) den berühmten Großen Buddha (daibutsu, 大仏) anzuschauen.Kamakura war von 1185 bis 1333 die Hauptstadt Japans, heute ist sie ein kleines, schmuckes, am Meer gelegenes Städtchen.

Herrlich war das, endlich mal eine kleinere Stadt wie die Megalopolis Tokyo, viel Grün, Sonnenschein, Ruhe (naja, es waren selbstverständlich neben mir noch viele andere Touristen unterwegs, von Ruhe im wörtlichen Sinn kann man also nicht sprechen ;) ), Tempel und das Meer :) ! Es gab wirklich unendlich viel zu sehen und zu entdecken, an einem Tag nicht wirklich machbar. Engaku-ji (einer der fünf Haupttempeldes Rinzai Zen in Kamakura) , Tôkei-ji (bekannt dafür, dass Frauen dort gelebt haben), Jôchi-ji (gegründet 1283, einer der fünf Zen-Tempel), Kencho-ji (gegründet 1253, der erstrangige der fünf Zen-Tempel), Ennô-ji  (bekannt für seine Sammlung von Statuen, die Höllenrichter darstellen), Tsurugaoka Hachiman-Gû (Hauptschrein von Kamakura), Hase-Dera (auch als Hase Kannon-ji bekannt, hat eine Sammlung von Jizô-Statuen, dem Heiligen dem Schutzheiligen der Reisenden und gestorbenen Kinder; Kannon ist die Göttin der Gnade und der Boddhisattva der unendlichen Barmherzigkeit. Beide zählen zu den beliebtesten budhistischen Gottheiten Japans) , um nur einige der vielen Tempel und Schreine zu nennen, die man besuchen kann und  einen Abstecher wert sind. Das Tolle daran ist, dass man die Hauptsehenswürdigkeiten alle zu Fuß erreichen kann, und man aufgrund der Ausschilderungen auch nicht unbedingt orientierungslos durch die Gegend läuft. Neben dem Anschauen der Tempel, Schreine, Gärten war es auch wunderbar, am Meer entlang zu spazieren und die Meerluft zu schnuppern und (auch wenn der Strand nicht unbedingt Bestnoten bekommen würde)…

Fazit: Kamakura ist wirklich einen Besuch wert, auch wenn ich am Ende der Tagestour furchtbar erschöpft war und Schulterschmerzen hatte (eigentlich habe ich sie immer noch). Aber es hat sich definitiv gelohnt!

Hier einmal eine klitzekleine Auswahl an Bildern ;)