Archiv der Kategorie: Chiyoda

Der Kaiserpalast Ost-Garten

Meine Liste der Dinge, die ich in Tokyo noch sehen will, wird kürzer ;) (so eine Liste ist ziemlich praktisch)! Am Sonntag war ich im Ost-Garten des Kaiserpalastes (von dem hat man natürlich gar nichts gesehen, weil er für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist – außer am 23.12., dem Geburtstag des Kaisers Akihito und am 2.1. zu Neujahr). Das Wetter war super warm und meine Nase hat mal wieder zu viel Sonne abbekommen (was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr oder wie war das ;) ?!). Ich hatte mir das Areal, das man betreten darf, schon etwas größer vorgestellt, und wirklich viel außer einem nett angelegtem Garten, einer großen grünen Wiese und hübschen Blumen, ein paar Koi und Schildkröten hat man nicht wirklich viel gesehen, aber letztendlich war es sehr angenehm, viel Grün auf einmal zu sehen (Tokyo ist ja nun nicht wirklich dafür bekannt, eine grüne Stadt zu sein!) und ein wenig umherzuwandeln.

Jetzt fehlt nur noch Kyoto, Osaka, eventuell Nara und natürlich der Fuji – das sollte wohl zu schaffen sein innerhalb der nächsten drei Wochen, denn dann heißt es: Tschüss Tokyo!

Hier also mal wieder eine kleine Auswahl der vielen von mir gemachten Fotos:

Sonnige Aussicht

Aaaah, heute war richtig schönes Sonnenscheinwetter. Wunderbar! Schade nur, dass ich den Tag über ja im Büro verbringe. In der Mittagspause hab ich mich dann aber nach draußen gesetzt, schön demonstrativ in die Sonne, Musik gehört und gegessen. So mag ich Mittagspausen :) ! Und wer wissen will, wie der Blick aus dem Büro ist, wo ich bei Sonnenschein den Tag verbringe, hier (wenn man genau hinsieht, das Rosane links, das sind KirscBlick aus dem Bürohblüten):


Hanami-Impressionen aus Chiyoda-ku

In dem Stadtteil Chiyoda befindet sich ja (das hatte ich ja schon einmal erwähnt) auch der Yasukuni-Schrein (“Schrein des friedlichen Landes”). Dort werden die Angehörigen des japanischen Militärs verehrt, die in den Bürgerkriegen nach der  Meiji-Restauration von 1868 auf der Seite der kaiserlichen Armeen starben  oder in den Kriegen Japans in Asien oder gegen die Verinigten Staaten starben. Jedenfalls rufte dieser Schrein von linker wie auch rechter Seite politische Debatten hervor: Von linker Seite, dass es sich um ein Kriegsdenkmal nationalistischer Propaganda handle; von rechter Seite wird dagegen behauptet, der Schrein sei nur ein Denkmal, in dem die wütenden Seelen Verstorbener besänftigt werden sollen, damit sie keinen Unfrieden im Land stiften. Das aber nur am Rande ;)

Es ist ja gerade Hanami, und dementsprechend gibt es auch auf dem Platz vor dem Yasukuni-Schrein Kirschblüten, die begutachtet werden können und unter denen man sich gemütlich hinsetzen sowie sich etwas von den vielen Essensständen etwas kaufen kann. Ich bin also nach getaner Arbeit ein wenig dort umhergeschlendert, um ein paar Impressionen einzufangen. Das war wirklich toll, es gab so viele unterschiedliche Gerichte, die man hätte probieren können: Von Maiskolben in Butter, über Oktopus im Teigmantel, Hühnerfleisch am Spieß, Süßkartoffel, Zuckerwatte bis hin zu Döner! Ich hätte mich wirklich durch alle Stände durchprobieren können…Köstlich :) !

Sakura-Impressionen aus Chiyoda-ku

Gestern morgen bin ich schon früher zur Arbeit nach Chiyoda-ku gefahren: Die Sonne schien an diesem Freitag nämlich und ich nutzte die Gelegenheit, meine Kamera einzupacken und ein paar Fotos von den Kirschblüten zu machen, die sich dort so befinden. Natürlich war ich nicht die einzige, die diese Idee hatte und wirklich viele Japaner standen zu früher Morgenstunde mit Kamera und Stativ (viel professioneller wie ich) da und knipsten munter drauf los. Wirklich wunderbar, wenn die Sonne scheint und man Blumen in zartem Weiß und Rosa betrachten kann. Das steigerte bei mir enorm die Laune :) !

Yasukuni Schrein

Zu morgendlicher Stunde hab ich mir heute mal den Yasukuni Schrein angesehen. Fast menschenlerr um sechs Uhr morgens und schön entspannend!

Yasukuni Schrein

Nebenbei habe ich mir übrigens eine Diagnose gestellt – Kulturschock. Ich fühle mich ein bisschen wie in Lost in Translation. Tokyo ist laut, voll, grell, hektisch, einfach doch ein bisschen zu viel von allem irgendwie für meinen Geschmack…Auch wenn es dann wiederum ruhige Ecken gibt…

Was mein “Brettfuton” betrifft, habe ich darum gebeten, dass ich doch bitte noch einen zweiten Futon bekommen solle, keine Reaktion bis jetzt. So geht das natürlich nicht, zumal es echt nicht zumutbar ist, auf so nem dünnen Ding zu schlafen. Bei der Zimmergröße kann man wenigstens eine angenehme Schlafunterlage erwarten!!! Ob ich hier noch wohnen will, um mir einen Dauermuskelkater zu holen, den ich eh schon habe??? Die Antwort erübrigt sich von selbst ;)