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Akihabara & Ginza

Akihabara, oder auch liebevoll Akiba genannt, ist wirklich der Himmel für jegliche Nerds oder einfache nur Leute, die bei Technikkrimskrams große Augen und feuchte Hände bekommen. Und es scheint viele von solchen Leuten zu geben, denn es war voll. Menschen überall, einkaufend, ins Handy quatschend, mich anrempelnd und verschämt weggucken (schrecklich) – wobei das mit den Menschenmassen wohl auch eine Tokyo-Sache ist. Bei dieser Stadtgröße kein Wunder, denn irgendwo MÜSSEN die Leute ja hin! Ich habe mir zwei Adapter gekauft, weil meiner extrem unnützlichist. Hätte mir am besten gleich noch einen Fön besorgen sollen, meiner scheint sich von der Voltzahl 220 auf 10 degradiert zu haben. Obligatorisch (weil zu diesem Zeitpunkt mein Wireless Lan ja noch nicht funktionerte), der Stopp in einem der unzähligen Internetcafes. Und dieser Besuch hat mich das Internetcafe angeekelt und desillusioniert wieder schnellstens verlassen lassen: Es gab ausnahmsweise in diesem Kaffee keine separaten Kabinen, sondern man saß in Reihen,  neben den anderen Leuten. Neben mir saß ein Japaner und las ihn seinem -anscheinend erotischen Mangaheftchen. Und was kam dann? Der fasste sich doch tatsächlich zwischen die Beine (ich führe das hier nicht weiter aus, aber man kann sich ja folgendes vorstellen: Reibung erzeugte in diesem Fall nicht nur Wärme). Ich war dermaßen angeekelt, dass ich schnell meine Sachen zusammenpackte. Hilfe!!!

Nach diesem Schock brauchte ich ein Kontrastprogramm, stieg in die Metro Linie Hibiya Richtung Roppongi ein und in Ginza wieder aus. Ginza – wer kennt diesen Namen nicht in Verbindung mit Luxusläden, Luxusklamotten und schicken kleinen Japanerinnen, die ihre Louis Vuitton Tasche durch die Gegend flanieren.  Und dieses Klischee bestätigte sich. An diesem Samstag flanierten sie alle, und zwar nicht nur über die Bprgersteige, vorbei an Hermès, Gucci, Prada und Konsorten,sondern auch auf der Straße – diese wird anscheinend nämlich immer für eine bestimmte Zeitspanne gesperrt, damit man sich beim Rumstolzieren nicht auf die neuen Lackpumps von Manolo Blahnik tritt oder eben mal mitten auf der Straße seinen Kaffee trinkt. Auffällig waren neben schicken Japanern und Japanerinnen auch eine Vielzahl ausländischer Gesichter. Touristen, in Tokyo Lebenden,…Und noch auffälliger war die absolue Sauberkeit der Straße und der Bürgersteige. Kaugummi, Zigarettenstummel? Fehlanzeige. Denn, der Tokyoter weiß sich ja zu helfen, wenn es um die Sauberkeit seiner Stadt geht:  Er errichtet alle paar Meter einen Aschenbecher im Großformat, in den die Zigaretten ausgedrückt werden sollen. Was in Deutschland meistens trotzdem missachtet wird, vollführt der Japaner in Perfektion: Wer Lust auf eine kleine Raucherpause vom Shoppen auf der Nobelmeile hat, stellt sich schön brav neben den Behälter, raucht fertig und drückt die Zigarette brav im Ascher aus.

Tokyo und die Kapseln von Akihabara

Durch die Passkontrolle inklusive kostenfreiem Fotoshooting und Fingerabdruckerei ging es relativ schnell. Anschliessend stieg ich dann in einen Bus Shuttle ein, nach mehr als einer Stunde vom Narita Airport stieg ich dann an der Tokyo Station aus, manoevrierte mich mit meinem Monstrum an Koffer in die Yamanote Linie und stieg dann in Akihabara aus. Es erstaunt mich selbst, wie einwandfrei dieses Prozedere ablief. Wobei die Japaner ihren Teil dazu beigetragen haben, indem sie nicht nur Schrifzeichen, sondern auch lateinische Buchstaben an den Anzeigetafeln haben. Dann in Akihabara, dem Mekka fuer Elektronikfreaks ausgestiegen, um dann im Capsule Inn Akihabara einzuchecken. Und da behaupte mal einer, diese Kapseln seien super klein…Ok, gross sind sie wirklich nicht, aber solange man keine 200 Kilo wiegt sollte man in diese Konservenbuechse hineinpassen…Hier Impressionen meiner Kapsel…

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