Aoshima – 青島

Aoshima habe ich gleich zweimal besucht. Beim ersten Mal, um mir einen groben Überblick zu verschaffen, das zweite Mal, um ein wenig Sonne zu genießen und die gerade mal 1,5 Kilometer breite kleine Insel zu erkunden. Nach Aoshima gelangt man über eine Brücke, die mit dem Festland verbunden ist. Auf der kleinen Aoshima gibt es rund 27 verschiedene tropische und subtropische Planzen sowie 197 Arten nichttropischer Pflanzen! Am meisten stechen natürlich die großen Palmen ins Auge, das Zirpen irgendwelcher Instekten ist überall zu hören und ich hatte wirklich ein klein wenig das Gefühl, irgendwo Cast Away zu sein wie Tom Hanks damals (abzüglich der Verbindungsbrücke und der anderen japanischen Touristen, zuzüglich der Möglichkeit, überall Essen und Trinken her zu bekommen versteht sich ;) ). Umgeben ist Aoshima von unzählig vielen “Waschbrett-Felsen”, die oni no sentaku ita (gigantisches Waschbrett) genannt werden. Pflanzen wie Felsen auch wurden von der japanischen Regierung übrigens zu Gegenständen von großem Naturinteresse anerkannt. Auf Aoshima habe ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, auch den Aoshima Jinja (Aoshima Shinto Schrein) anzuschauen. Gewidmet ist er Hikohohodemi no Mikoto, Toyotamahimeno Mikoto und Shiotsutsuno Ookami.Aoshima darf man auf jeden Fall nicht verpassen, wenn man gerade in Miyazaki unterwegs sein sollte. Übrigens: Für Surfer ist der Ort ideal und ab Oktober wird dort in Aoshima ein Guesthostel eröffnet, das von dem Neuseeländer Morey (ich hoffe mal, ich habe den Namen richtig geschrieben) geführt wird. Ein absoluter laid-back Typ. Das Hostel befindet sich unverfehlbar auf dem Weg vom kleinen Bahnhof auf dem Festland zur Insel Aoshima.

Highlights des Tages:

  • der Neuseeländer Morey, dem ich (oder er mir) drei Mal an einem Tag über den Weg gelaufen ist: “Are you stalking me? Are YOU stalking ME?”
  • der 38jährige Japaner, der mit mir etwas trinken gehen wollte, und kläglich versuchte Englisch zu sprechen (auf Japanisch lief es definitiv besser): “Yeaaahhhh, greaaaat, have fuuuuun!”
  • der Hummer fahrende Japaner mit Goldkette, der mir vor dem Convenience Store begegnet ist und mir einfach so einen eisgekühlten Kaffee geschenkt hat: “kohiiii desu. kochi wa biruuuu desu” (zeigte auf den Kaffe und dann auf seine Plastiktüte mit ca. 6 Bierdosen)

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